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Heinz Orzelek, ein großer Süd-Afrika-Fan, lernte beim Ständchen zur Hochzeit von Waltraud Ehrhart einige Erlenmooser Musikanten näher kennen. Noch am gleichen Abend weckte er unser Interesse zu einer Reise in sein Traumland. Kurzfristig entschloß man sich zu einer Süd-Afrika-Tour und hatte auch bald eine spielfähige Gruppe aus der Musikkapelle Erlenmoos zusammen, die von vier externen Musikern und den "Allgäuer Chaoten" (Geschwisterpaar aus Kettershausen) verstärkt wurde. Heinz Orzelek, Arthur Baumann und Anton Kramer übernahmen die notwendigen Vorbereitungen.

 

Anläßlich dieser Reise ließen sich einige Musiker eine Lederhose anfertigen und Berthold Straub kreierte ein T-Shirt. Die musikalische Leitung übernahm Anton Kramer, der dann auch ab Juni '97 mit uns probte.

 

Am Mittwoch, 23.09.97 fuhr die "Süd-Afrika-Gruppe" mit dem Zug von Ulm nach Frankfurt zum Flughafen. Von dort flogen wir mit einem 9-stündigen Nonstop-Flug nach Pretoria (Süd-Afrika). Am Flughafen erwartete uns ein Empfangskomitee der "Deutschen Schule Pretoria". Nach einem kurzen Begrüßungsempfang in der Schule wurden wir auf die Gastfamilien aufgeteilt, und abends fand eine kleine Stadtrundfahrt statt.

 

Am nächsten Morgen war dann die offizielle Stadtrundfahrt. Vor dem Paul-Krüger-Denkmal, dem Vortrekker-Monument und in einem Einkaufszentrum spielten wir jeweils ein kurzes Platzkonzert. Abends war unser erster Auftritt beim Oktoberfest von Pretoria. Bei diesem Festauftakt spielten wir für die geladenen Gäste und kürten die "Miss Oktoberfest". Im Zelt war eine Super-Stimmung, die mit Veranstaltungen in Deutschland nicht zu vergleichen ist. Damit den Besuchern ein "Non-Stop-Programm" geboten werden konnte, wechselte man sich mit den "Allgäuer Chaoten" ab.

 

"Gold-Reef-City", eine alte nachgebaute Goldgräberstadt, stand am Freitag auf dem Programm. Dort konnte man sich über den Goldabbau in Süd-Afrika informieren und einen alten Minenschacht besichtigen.

Abends sorgten wir ab 19.00 Uhr wieder für Unterhaltung im Zelt. Schon um 20.00 Uhr war die Stimmung wieder am Kochen. Wie oft auf dieser Reise insgesamt der Ententanz von uns gespielt wurde (die Afrikaner rasteten da total aus), haben wir nicht gezählt. Nach fast jedem zweiten Musikstück wurde "Ein Prosit" gespielt, bei dem das ganze Zelt aufstand und uns die Bierkrüge entgegenhielt. Jedoch mußten unsere Musikerinnen bald darauf (zu ihrem eigenen Schutz) in die zweite Reihe versetzt werden, um zu gewährleisten, daß die Hosen der männlichen Fans, die total außer Kontrolle gerieten, oben blieben. Unseren Männern machte es dagegen nichts aus, daß Sie bei den Frauen sehr begehrt waren. Außer Claus Dengler, der lehnte jegliche Angebote, auch das für seinen Seppl-Hut, entschieden ab.

 

Auch am Samstag spielten wir zum Mittagessen im Zelt, legten anschließend eine Pause im Swimming-Pool ein und saßen um 18.00 Uhr wieder auf der Bühne.

 

Sun-City, ein Casino mit riesigem Vergnügungskomplex konnte am nächsten Tag von den Musikern erkundet werden. Das große Geld hat von uns dort keiner gefunden, aber im Wellenbad konnte man sich sehr gut abkühlen.

 

Am Montag verabschiedeten sich die Musiker bei ihren Gastgebern in Pretoria und fuhren weiter Richtung Krüger-Nationalpark. Nach einer 6-stündigen Fahrt kamen wir bei einer Außentemperatur von 40 °C im Camp an.

 

Zur Safari in den Krüger-Nationalpark ging es am nächsten Morgen um 4.30 Uhr. Löwen waren für die Safari-Besucher leider nicht zu sehen, Elefanten nur von Weitem, aber Zebras, Giraffen, Büffel, Impalas, Krokodile und Nilpferde konnte man aus wenigen Metern Abstand vom Bus aus beobachten.

 

Nach dem Frühstück am Mittwoch morgen wurden die "Allgäuer Chaoten" musikalisch verabschiedet, da für die zwei die Reise hier leider zu Ende war. Anschließend wurden Tropfsteinhöhlen, die "Three Rondavels" und die Wasserfälle im Blyderiverspoort Nature Reserve angesteuert.

 

Am Donnerstag verabschiedete man sich nach dem Frühstück vom Krüger-Nationalpark und startete zum nächsten Auftritt. Nach einer Buspanne kamen wir verspätet am Hotel an, wo die "Deutsche Band" für ein Mittagessen ein kurzes Platzkonzert gab. Anschließend ging es Richtung Pietersburg. Unterwegs hatten wir dann unsere zweite Buspanne, bei der Chefmechaniker Högerle sein Können zeigte.

 

In Pietersburg angekommen, wurden wir wieder bei Gastfamilien untergebracht.

 

Am anderen Morgen wurde ein traditionelles North Sotho Dorf und eine Schlangenfarm besichtigt. Abends sorgten wir beim Oktoberfest in Pietersburg für Stimmung.

 

Um 9.30 Uhr am Samstag morgen verabschiedete man sich von den Gastfamilien und fuhr weiter nach Johannesburg zum Flughafen. Auf der Strecke passierte unsere dritte Buspanne (geplatzter Reifen auf der Autobahn). Der Flug von Johannesburg nach Kapstadt dauerte zwei Stunden. Mit drei gemieteten VW-Bussen fuhren wir zu unserem Hotel Water Front, einem ehemaligen Gefängnis. Abends machte sich der größte Teil der Gruppe zu einem Stadtbummel auf, vorbei am Stadion, wo Michael Jackson gerade ein Konzert gab.

 

Das Kap der guten Hoffnung war am Sonntag unser Ziel. Unterwegs sahen wir in den Buchten einige Wale. Am Kap, an dem der Indische und der Atlantische Ozean zusammentreffen, war es sehr stürmisch (vor allem die Affen). An der Kapspitze, den südwestlichsten Punkt Afrikas, traf sich die Reisegruppe zu einem Gruppenfoto. Nach dem Mittagessen fuhren wir an die Ostküste, wo einige im Indischen Ozean badeten. Eine Winzerei-Besichtigung mit Weinprobe und eine Krokodilfarm, wo Josef Kramer Freundschaft mit einem Krokodil schloß, standen am Montag morgen auf dem Programm.

 

Der Montagnachmittag und der Dienstag standen zur freien Verfügung. Um 16.15 Uhr stieg die Gruppe ins Flugzeug Richtung Heimat. Zum Zwischenstop in Johannesburg um 19.00 Uhr schien die Sonne von Süd-Afrika für die Gruppe zum letzten Mal, und um 20.00 Uhr ging der Flug weiter nach Frankfurt. Von dort ging es mit dem Zug nach Ulm, wo unsere Chauffeure bereits auf uns warteten.