Home Reisen 1987 Rom
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Die Anregung zu einer Fahrt nach Rom mit Papstaudienz kam in erster Linie von Werner Baumann. Zusammen mit Andreas Habrik und Wilhelm Wiedenmann organisierte Werner Baumann alles Notwendige für die Fahrt. Die Reise startete nach langen Vorbereitungen am 15. Juni. Morgens um Vier Uhr, kam der Doppelstöckerbus, und ab ging es Richtung Süden. Am Hafen von La Spezia konnte die warme Mittelmeerluft während eines längeren Zwischenaufenthalts genossen werden. Die weitere Fahrt führte an Carrara vorbei, nach Pisa. Das Wahrzeichen dieser Stadt, der schiefe Turm, und die Basilika mit Taufkirche wurden besichtigt, bevor man im Hotel mit der italienischen Küche bekannt gemacht wurde. Bei Pizza und einem guten Tropfen Wein fand der Tag seinen Ausklang.

 

Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter durch die schöne Landschaft der Toskana. Vorbei an Siena und dem Trasimenischen See erreichte man schließlich das nächste Ausflugsziel Assisi, die Stadt des hl. Franziskus.

 

Ein Franziskaner aus Würzburg führte die Reisegruppe durch die bekannte Klosterkirche, die zu den bedeutendsten Kunstdenk-mäler Italiens zählt.

 

Anschließend wurde die Reise weiter durch das Tibertal der "Ewigen Stadt" Rom entgegen fortgesetzt.

 

Als wir abends am Ziel angekommen und die Hotelzimmer verteilt waren, stürzten wir uns ins römische Nachtleben.

 

Am nächsten Morgen war überall Aufregung zu spüren. Schon früh traf die Kapelle mit Tracht und Instrumenten am Vatikan ein, wo unsere Kontaktperson Schwester Dr. Ortrud Stegmeier bereits wartete.

 

Tausende füllten den Petersplatz als der Heilige Vater winkend im offenen Wagen vorfuhr und dann händeschüttelnd durch die Menge schritt. Als schließlich Papst Johannes Paul II. die Gruppen aus aller Welt begrüßte und vielstimmiger Jubel entbrannte, wurde deutlich, welchen Stellenwert Rom in der christlichen Welt einnimmt.

 

In seiner Ansprache grüßte er auch alle deutschsprachigen Besucher und wünschte allen ein tiefes Erlebender christlichen Zeugnisse der Stadt Rom. Die Begrüßung der Musikkapelle Erlenmoos wurde mit einigen Takten Musik erwiedert. Nach Erteilung des Segens kam der Heilige Vater auch zur Musikkapelle Erlenmoos. Bürgermeister König konnte dem Papst persönlich die Grüße und guten Wünsche der Gemeinde übermitteln, sowie einen Brief überreichen. Der Heilige Vater bedankte sich mit Handschlag bei Dirigent Robert Fritz für die musikalischen Beiträge.

 

Bei einer Stadtrundfahrt am Nachmittag konnten wir die ganz besondere Atmosphäre der von Antike und Christentum geprägten Stadt, sowie einen Teil ihrer Geschichte und Kunstwerke erleben. Das römische Forum, das Kolosseum, das Kapitol, die Engelsburg mit Brücke, die alte Via Appia und die Kirchen, um nur einiges zu nennen, waren beeindruckend.

 

Für den nächsten Morgen hatte Schwester Ortrud eine Messe in der Ungarischen Kapelle im Untergeschoß des Peterdoms mit einem deutschen Missionar vorbereitet. Nach dieser Messe führte uns Schwester Ortrud fachkundig durch den Petersdom und auf dessen Kuppel, von der ein einmaliger Ausblick auf die ewige Stadt freigegeben ist. Der Nachmittag bot Gelegenheit zu weiteren Besichtigungen in der Stadt Rom. Der Trevi-Brunnen, Roms größter und wohl auch schönster Brunnen, die spanische Treppe und viele Kirchen standen u.a. auf dem Programm. Am Abend wurde im Hotel mit Blasmusik noch gemütlich gefeiert und getanzt.

 

Am nächsten Morgen mußte Abschied von der Weltstadt Rom genommen werden. Gemäß einem alten Brauch, warfen auch die Erlenmooser Geldstücke in den Trevi-Brunnen, um wieder nach Rom zurück zu kehren. Im festen Glauben daran begann die Musikkapelle die Rückfahrt in Richtung Norden. In Florenz wurde noch ein größerer Halt mit einer kurzen Stadtführung gemacht. Vorbei an Bologna und Ferrara steuerte der Reisebus Abano an, wo das Nachtquartier bestellt war.

 

Am letzten Reisetag war man schon frühmorgens in Vendig. Auf dem Canale Grande gondelnd wurden die alten prächtigen Bauten aus der Blütezeit des Stadtstaates bestaunt.

 

Am Markusplatz fanden wir wieder festen Boden unter den Füßen. Bedeutende Sehenswürdigkeiten, vor allem der Markusdom, dessen Glockenturm und der Dogenpalast waren Ziel der kurzen Visite.

 

Trotz Staus kamen die Pilger, um viele Eindrücke und Erinnerungen bereichert, wohlbehalten heim.