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,,Es war ein Riesenerlebnis für jeden’’ Drucken

Erlenmoos, ,,Es war ein Riesenerlebnis für jeden Einzelnen von uns’’ sagt Anton Kramer, der Reiseorganisator der Brasilienreise. Beeindruckt von Land und Leuten und mit viel Applaus bei den musikalischen Auftritten belohnt, sind die 15 Blasmusiker der Musikkapelle Erlenmoos aus dem heißen Brasilien wieder zurückgekehrt.

Die Anreise mit Auto, Zug, Flugzeug und Bus dauerte über 20 Stunden von Erlenmoos bis nach Lajeado, im Bundesstaat Rio Grande do Sul im Süden Brasiliens.

Auf der über zweiwöchigen Tour fanden 20 musikalische Auftritte in Arroio do Meio, Nova Santa Cruz, Emigrante, Lajeado, Forquetinha, Curitiba, Castro, Guaratinqueta und Belem statt.

Die Darbietungen umfassten Platzkonzerte, Gottesdienste und Abendunterhaltungen mit deutscher Blasmusik.

Im Süden Brasiliens leben viele deutschstämmige Brasilianer, die das deutsche Brauchtum und die Sprache weiter pflegen.

Fünf Vorstellungen gaben die Erlenmooser Musikanten in den ersten vier Tagen ihres Aufenthaltes in der Umgebung von Lajeado. Die Deutsch-Brasilianer waren von den musikalischen Darbietungen begeistert und gaben viel Applaus.

Die Vereine der besuchten Städte überraschten uns mit ihren Darbietungen mit Musik, Gesang und Tanz.

Nachdem einige Praktikanten und AU-Pair’s in den letzten Jahren über die AU-Pair-Agentur Roland Missel aus Eichbühl aus dieser Gegend nach Oberschwaben vermittelt wurden, war es auch ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern.

Die örtliche Presse begleitete die Aktivitäten der Erlenmooser Musiker täglich mit einem Zeitungsartikel.

Das nächste Reiseziel war die 900 km entfernte Stadt Curitiba, die mit einer Nachtfahrt im Bus und einer Übernachtung in Floreanopolis erreicht wurde. Hier stand der Besuch der Kirchengemeinde ‚Missionsprojekt Pater Marthinho Mayer’ an, das von Einwohnern von Laubach unterstützt wird. Nach einer herzlichen Begrüßung mit musikalisch umrahmten Gottesdienst in der neuen Kirche fand ein geselliger Abend statt. Am nächsten Tag wurden die Einrichtungen der Kirchengemeinde und ein angrenzendes Armenviertel (Favela) besichtigt.

Am Nachmittag konnte die Produktionsstätte der Tochtergesellschaft von Firma Vollmer, Biberach besucht werden. Die Mitarbeiter wurden mit einem Ständchen belohnt.

Mit einem schönen Unterhaltungsabend im Kirchengemeindesaal mit Polka, Walzer, Marsch wurde der Besuch abgeschlossen.

Am Folgetag konnten verschiedene große Farmen mit über 1.000 ha bewirtschafteten Fläche (zwei Ernten pro Jahr) und bis zu 550 Milchkühen besichtigt werden. Mittags wurden die Musiker mit einem Churrasco auf der Farm des Braunviehzüchters Wickbold verwöhnt. Auf Wunsch des Kulturamtes der Stadt Castro fand am Abend im städtischen Theater ein Unterhaltungsabend für fast 500 begeisterte Besucher statt.

Nach einer Nachtfahrt im Bus erreichte man die Stadt Guaratinqueta. Hier standen die Besuche einer Tochtergesellschaft von Liebherr und des Pastoral- und Sozialzentrums ‚Santa Maria dos Anjos’, einem Kinderprojekt, geleitet von der Eichbühlerin Sofie Maucher an.

Am ersten Abend wurde der Gottesdienst in der Kirche Sao Francisco mitgestaltet und anschließend fand ein Benefizkonzert zugunsten der Kirchengemeinde und des Kinderprojektes statt.

Am nächsten Tag wurde das Drogenentzugsprojekt der Sießener Schwestern, eine Männer-Fazenda, besucht. Der Weg dahin führte mit dem Bus über kilometerlange ungeteerte Strassen und einfache Holzbrücken. Nach einem Gottesdienst wurde zur Freude der Bewohner in der großen Veranstaltungshalle musiziert.

Die Mitarbeiter von Liebherr do Brasil wurden nach der Betriebsbesichtigung während des Mittagessens in der Kantine mit deutscher Blasmusik unterhalten. Interessierte Musiker konnten das Bagger fahren üben.

Der Abend klang aus mit Gesang und Akkordeon-begleitung des Geschäftsführers Johann Braun, der die Tochtergesellschaft von Firma Weishaupt in Sao Paulo leitet.

In Aparecida wurde das größte brasilianische Heiligtum (die Schwarze Mutter Gottes) besichtigt.

Nach einem kurzen Besuch der Frauen-Fazenda mit Platzkonzert führte die Reise dann gegen Abend weiter in die Berge, ins sehr abseits gelegene Kloster Belem. Hier konnten die Schwestern und Pater aus aller Welt von deutscher Blasmusik überzeugen werden. Einige Pater ließen es sich nicht nehmen und übernahmen begeistert das Schlagz eugregister. Bei gemeinsamen Gesang von deutschen Liedern klang der Abend spät aus.

Nach einem musikalisch umrahmten Frühgottesdienst in der Klosterkirche (Messe in Portugiesisch und Predigt in Deutsch) trat man die Weiterreise an.

Zuletzt begaben sich die Musiker auf eine touristische Entdeckungstour nach Rio de Janeiro mit Zuckerhut, Cobacabana, Jesus-Statue Corcovado, Fußballstadions Maracana und einer Samba-Show.

Die Reiseroute von Santa Clara do Sul bis Rio de Janeiro mit über 3.000 Straßenkilometern wurde mit einem gecharterten Bus mit zwei Fahrern bewältigt.

Abschließend waren sich die Reisenden einig: Die Begeisterungsfähigkeit, Gastfreundlichkeit und Lebensfreude der Brasilianer hat diese Reise für jeden Musiker zum einmaligen Erlebnis gemacht. Die geknüpften Kontakte werden sicher lange weiter bestehen.